fbpx

Hunde und Herbstgrasmilben

HERBSTGRASMILBEN

Der Sommer verabschiedet sich, der Herbst naht in Riesenschritten… Und nicht nur die Halloween -Kürbisse sind von intensiver oranger Farbe, sondern auch die, die keiner braucht… Die Larven der Herbstgrasmilben!

Alle Jahre wieder… werden empfindliche Hunde und Katzen von den kleinen Krabbelviechern befallen. Die Herbst(gras)milbe ist weltweit verbreitet und tritt bei uns in Europa je nach Standort und Witterungsbedingung meist in den Monaten Juli bis Oktober auf.  Sie bevorzugen niedrige Vegetation und sind oftmals in Gärten oder auf Wiesen zu finden.  Die Grasmilben gehören zur Klasse der spinnenartigen Tiere.

Die erwachsene Herbstgrasmilbe ist ca 1-2 mm groß und ist von gelblicher, fast durchscheinender Farbe. Sie stellt keinerlei Gefahr für unsere Vierbeiner dar, da sie sich vegetarisch ernährt. Ihre Larven leben jedoch parasitisch und befallen andere Tiere, wie Mäuse, Kaninchen, Hunde, Katzen und auch den Menschen.

Die Larven sind bis zu 0,3 mm groß und den Befall beim Haustier erkennt man an den typisch orange-roten Pünktchen oder Flecken, oftmals an den Pfoten der Tiere.  Aber auch Beine, Bauch und Halsunterseite werden gerne befallen.

Die Folge ist in der Regel starker Juckreiz beim befallenen Hund, der durch Knabbern und Lecken an den betroffenen Stellen häufig auch noch bakterielle Infektionen entwickelt.

Die Milbenlarven sitzen auf den Spitzen der Grashalme und werden von Hunden oder Katzen beim Darüberlaufen  quasi abgestreift und sind somit an Bord. Die hungrige Larve wird zügig mit ihrer Mahlzeit beginnen.

Die Larven saugen kein Blut. Sie ritzen quasi mit ihren Mundwerkzeugen die oberste Hautschicht an und geben ihren Speichel ab, welcher die darunter liegenden Hautschichten auflöst. Dieser Brei dient der Milbenlarve als Nahrung. Ist die Larve satt lässt sie sich fallen und die Verwandlung zur Nymphe (nächstes Entwicklungsstadium) beginnt.

Habt ihr einen eigenen Garten, in dem sich euer Hund viel aufhält? Wollt ihr wissen ob die Mini-Beißer vielleicht auch bei euch im Gras lauern? Es gibt einen einfachen Test…

Stellt einen weißen Teller in die Mitte der Wiese und wartet ab. Nach ein paar Stunden wisst ihr ob ihr ungebetene Gäste im Garten beherbergt oder nicht! Die orangen Punkte, die Larven der Grasmilbe, sind dann auf dem Teller zu sehen!

Wichtig ist dann das Gras immer kurz zu halten und anfallenden Rasenschnitt außerhalb des eignen Gartens zu entsorgen (Biotonne zb.).

Was kann man vorbeugend tun?

Zum Glück ist ein Befall durch Grasmilbenlarven für unsere Hunde oder Katzen nicht gefährlich, sondern nur sehr unangenehm durch den zum Teil heftigen Juckreiz.

Es gibt etliche Mittelchen, die angepriesen werden um einem Befall vorzubeugen. Deren Wirksamkeit ist fraglich und umstritten. Auch der Einsatz von ätherischen Ölen (zb. Teebaumöl) ist sehr fraglich und bei der Katze sogar gefährlich!

Was tun wenn ein Befall vorhanden ist?

Es gibt spezielle Shampoos oder Sprays, die bei Milbenbefall sehr gut helfen.
Wird der Juckreiz nicht besser sollte man auf jeden Fall einen Tierarzt konsultieren, bevor Sekundärinfektionen die ganze Sache noch schlimmer machen.

Glücklicherweise reagiert der Großteil unserer Hunde und Katzen aber unempfindlich auf die nervigen kleinen Beißer, so dass man nichts weiter unternehmen muss.

In diesem Sinne… kommt gut durch den Herbst!!

Hündische Grüße, Petra und die DOGTALE DOGS 🙂

Neue Beiträge

Neue Beiträge